Archäologischer Park




Mit der Vergangenheit in die Zukunft

Das Römerkastell Saalburg wird Archäologischer Park

Stand: Juni 2009

ÜBERBLICK

Mit einem umfangreichen Bauprogramm und den Umgestaltungen im Außenbereich wird das Römerkastell Saalburg zum Archäologischen Park ausgebaut. Nach ersten Planungen im Jahr 1995 wurde 2003 mit der Umsetzung begonnen. Die Fertigstellung der bisher genehmigen Maßnahmen erfolgte im Frühjahr 2009.


Luftbild (Stand Herbst 2008)
Foto: Archäologische Denkmalpflege des Wetteraukreises

Neue Gebäude: Museumsgebäude „Fabrica“ (oben links),
erweitertes Institutsgebäude „Praetorium“ (unten rechts).

Nicht zu sehen: die Streifenhäuser mit Kasse und Museumsshop vor dem Kastell (außerhalb des rechten Bildrandes)

Hintergründe (PDF) ··»

Der Ausbau umfasst folgende Maßnahmen:

  •  Erweiterung des Institutsgebäudes (Praetorium)
  •  Neubau eines Museumsgebäudes (Fabrica)
  •  Neubau von zwei römischen Streifenhäusern für Kasse und Museumsshop im Bereich des ehemaligen Dorfes vor dem Kastell
  •  Ausbau des Bauhofes
  •  Neugestaltung der Außenanlagen

Karte Ausbaumaßnahmen (PDF, 1,3 MB) ··»

Investitionen und Zeitplan (PDF, 130 KB) ··»

 

EINZELNE BAUMAßNAHMEN

 

Erweiterung des Institutsgebäudes (Praetorium)

Das bestehende Institutsgebäude wurde 2003/2004 zu einer vierflügeligen Anlage erweitert. Hier sind die Verwaltung und das Forschungsinstitut mit der Bibliothek untergebracht. In der Antike war dieses Gebäude das Wohnhaus des Kommandanten. Das Innere des Institutsgebäudes kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.


Institutsgebäude (Praetorium): Außenansicht
Foto: Römerkastell Saalburg

mehr: siehe Pressemitteilung vom 09.07.2004  ··»

Planung und Bauausführung  ··»

Im Jahr 2005 wurde im Innenhof des Institutsgebäudes das Wasserbecken mit einem Mosaik und einem Wasserspeier gestaltet.


Institutsgebäude (Praetorium): Ausschnitt aus dem Mosaik: Seekentaur
Foto: Römerkastell Saalburg

mehr: Infos zum Saalburg-Mosaik  ··»

Die Motive des Saalburg-Mosaiks stammen vom Römer-Mosaik (Meereswesenmosaik) aus Bad Vilbel. Das Original befindet sich im Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Eine Rekonstruktion ist seit 2007 im Kurpark in Bad Vilbel zu sehen. Im Rahmen des Projektes der Rekonstruktion und Präsentation des Mosaiks in Bad Vilbel spielte die Saalburg eine Rolle in der wissenschaftlichen Begleitung und der Konzeption der Ausstellung mit Informationstafeln und Vitrinen.

mehr: Infos zum Römer-Mosaik von Bad Vilbel  ··»

Im Jahr 2007 wurde im Innenhof des Institutsgebäudes ein Garten nach römischem Vorbild angelegt.


Institutsgebäude (Praetorium): Garten nach römischem Vorbild
Foto: Römerkastell Saalburg

mehr: siehe Pressemitteilung (vom 2. 5. 2007) ··»

Bildergalerie zum Institutsgebäude (Praetorium) ··»

Die Gartenanlage mit dem Mosaik im Wasserbecken kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

 

  

Neubau eines Museumsgebäudes (Fabrica)

Im Dezember 2008 wurde das Gebäude nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt. Es ist den Werkstattgebäuden der Militärlager (Fabricae) nachempfunden. Es soll in den nächsten Jahren nach und nach eingerichtet werden und für Ausstellungen, Veranstaltungen und die Museumspädagogik genutzt werden. Das Gebäude als Ganzes wird für die Besucher geöffnet, wenn alle Bereiche eingerichtet sind. Bis dahin werden von Fall zu Fall bestimmte Räume zugänglich sein.


Blick auf die West- und Südseite: Ausstellungshalle mit vorgelagerter Säulenhalle(Porticus)
Foto: Römerkastell Saalburg – Archäologischer Park, Elke Löhnig

mehr: siehe Pressemitteilung (vom 5.12. 2008) ··»

Informationen zum Gebäude (PDF, 70KB) ··»

Bildergalerie zum Museumsgebäude Fabrica (Stand: Herbst 2008) ··»


Baumaßnahmen, die im Juni 2009 fertiggestellt wurden
Neubau von zwei römischen Streifenhäusern
Ausbau des Bauhofs
Neugestaltung der Außenanlagen


Schlüsselübergabe aus Anlass der Fertigstellung
Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann (Mitte) empfängt den original römischen Schlüssel von Ministerialrat Giselher Hartung vom Hessischen Baumanagement (links) und gibt ihn an den Saalburgdirektor und Landesarachäologen Prof. Dr. Egon Schallmayer (rechts) weiter. Begleitet wird die Szene von einer römischen Familie, die die antiken Bewohner des Dorfes vor den Toren des Kastells darstellt: Vater Gerd Herrmann (Curtius Claudius Marcomannus), Mutter Doris Herrmann (Andrea Claudia), Sohn Dominik (Primus Claudius Marcomannus). Foto: Ilse Dittrich

mehr: siehe Pressemitteilung vom 24. Juni 2009 (PDF, 80 KB) ··»

 

Römische Streifenhäuser vor dem Haupttor des Kastells

Das Bauprojekt „Römische Streifenhäuser“ umfasst den Neubau von zwei Häusern an der ehemaligen römischen Straße vor dem Haupttor des Kastells. Sie sind im Stil von sogenannten Streifenhäusern errichtet, die für die römischen Dörfer charakteristisch waren: langrechteckige Häuser, die mit der Schmalseite zur Straße stehen. Vorgelagert ist ein Vordach (Portikus). In den Häusern lebten die Familien der Soldaten. Händler und Wirte gingen ihrer Arbeit nach.

In dem größeren Haus (Haus I) ist heute der Museumsshop » untergebracht, das kleinere (Haus II) wird für den Kassenbereich genutzt. Hier soll außerdem das Limesinformations-Zentrum Hessen eingerichtet werden.

Es handelt sich um zwei eingeschossige Gebäude mit Satteldach, die durch einen kleinen Glas-Verbindungsbau miteinander verbunden sind. Die Gebäude wurden in konventioneller Massivbauweise errichtet und verputzt.
Die Dachgeschosse werden nicht benutzt und sind als Kaltdach ausgebildet. Die Dachdeckung ist in Schiefer ausgeführt.
Die Gebäudeaußenmaße betragen für das Streifenhaus I ca. 7,50 m x 22,50 m, für das Streifenhaus II ca. 6,00 x 13,00 m. Die Häuser sind ca. 7,00 m (Haus I) bzw. 6,00 m (Haus II) hoch. Der umbaute Raum beträgt ca. 1.400 m³, die Grundfläche: ca. 210 m².

Mit den Bauarbeiten wurde im Herbst 2007 begonnen. Im Juni 2009 wurden die Häuser fertiggestellt. Die Kosten betrugen (ohne Inneneinrichtung) 653.000,- Euro.


Ausbau des Bauhofes

Durch den Ausbau des Bauhofs westlich des Kastells sind Räumlichkeiten und Flächen für den Fuhrpark und die Unterbringung von Werkzeug und Betriebsmitteln entstanden. Es wurden Werkstätten und ein Hofgelände mit Außenlager geschaffen.

Die bestehende Wagenremise wurde zu einem Werkstätten- und Garagengebäude umgebaut und in westliche Richtung erweitert. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein winkelförmiges, eingeschossiges Gebäude mit Satteldach. Das Dachgeschoss wird nicht genutzt und ist als Kaltdach ausgebildet. Die Gebäudeabmessungen betragen ca. 8,10 m x 16,60 m für den Werkstattteil, sowie ca. 8,50 x 14,00 m für die daran angeschlossene Fahrzeughalle. Das Gebäude wurde in konventioneller Bauweise erstellt. Die Grundfläche beträgt: ca. 220 m², der umbaute Raum ca. 1260 m³.

Mit den Bauarbeiten wurde im September 2008 begonnen. Im Juni 2009 wurden sie beendet. Die Kosten betrugen (ohne Inneneinrichtung) 325.000,- Euro.

 

Neugestaltung der Außenanlagen

Die Grenze des Archäologischen Parks markiert ein Stabgitterzaun, der noch bepflanzt werden soll. Er führt vom Westtor an den Streifenhäusern entlang bis zum Osttor. Der Eingang zum Archäologischen Park liegt im Bereich der Streifenhäuser. An verschiedenen Stellen gibt es Ausgänge in Form von Drehkreuzen.
Weiterhin wird innerhalb der Umfassungsmauer und vor dem Haupteingang (Südtor) eine Außenbeleuchtung installiert. Zusätzlich sind an verschiedenen Stellen sogenannte Energieversorgungsstationen vorgesehen.
Die Kosten für die Umgestaltung der Außenanlagen betrugen 302.000,- Euro.


Sanierung der Wehrmauer

Zusätzlich zu den Arbeiten im Zusammenhang mit dem Ausbau zum Archäologischen Park wird auch noch die Wehrmauer saniert.

mehr: siehe Pressemitteilung (vom 20.12.2007) ··»