Förderverein


Exkursion des Fördervereins Saalburg ins römische Mainz
am 4. September 2004

Frau Berg berichtet:

Eine bisher einmalige Anmeldeflut für unsere diesjährige Exkursion nach Mainz am Samstag, dem 4. September, war auf unsere konkrete Einladung erfolgt. Lag es an der ständig wachsenden Zahl unserer Mitglieder, an dem zu erwartenden schönen Wetter, an dem attraktiven Ausflugsziel mit den ganz besonderen Angeboten? Wer weiß? Jedenfalls war es dieses Mal leider so, dass etliche Mitglieder eine Absage erhalten mussten, da wir nach dem zeitlichen Eingang der Anmeldungen verfahren haben. So gab es Enttäuschungen, aber wie soll man es anders machen? Die Teilnehmerzahl mit 40 war durch die Restaurantreservierung beschränkt, aber auch das Äußerste, was man für eine Gruppenführung zulassen kann.

Wir hatten das große Glück, dass wir in dem Landesarchäologen von Rheinland-Pfalz, Herrn Dr. Gerd Rupprecht, einen hilfsbereiten Berater und Mitplaner an der Seite hatten, der mit uns die Plätze in Mainz aussuchte, die für uns ganz besonders besichtigenswert waren. Treffpunkt und erstes Ziel der Gruppe war das Museum für antike Schifffahrt, das sehr viel zu bieten hat, so dass auf jeden Fall ein weiterer privater Besuch lohnenswert und anzuraten ist. Die kompetente hausinterne Führung durch Frau Dr. Pferdehirt ging intensiv auf die originalen Schiffwracks ein, die bei Bauarbeiten zu Anfang der 80er Jahre am ehemaligen Rheinufer in Mainz entdeckt worden waren.

Die beiden folgenden Sehenswürdigkeiten wurden von Herrn Dr. Rupprecht vorgestellt. Ganz besonderer Anziehungspunkt war natürlich die Grabung Zitadellenweg, die noch nicht abgeschlossen ist, aber schon jetzt eindrucksvoll die Anlage des größten römischen Bühnentheaters nördlich der Alpen zeigt. Hier hatten einstmals rund zehntausend Besucher Platz, die sich nicht nur zu Theatervorstellungen versammelten, sondern auch zu Gedenkfeiern zu Ehren des toten Feldherrn Drusus zusammenkamen. Daher war das nächste Exkursionsziel der Drususstein, ein Ehrengrabmal auf der heutigen Zitadelle. Hier hätte man gern mehr Zeit gehabt, um auch die herrliche Zitadellenanlage anzusehen. Aber diese gehört natürlich nicht zum alten römischen Mogontiacum.

Die Mittagspause im Mainzer "Eisgrubkeller" brachte eine nötige Verschnaufpause, denn der folgende Exkursionsteil war ereignisreich genug.
Schnell eingeplant wurde bei dem Marsch durch die Innenstadt ein Besuch des Mainzer Doms unter sachkundiger Führung durch die Herren Prof. Dr. Schallmayer und Dr. Amrhein. An dieser Stelle wurde beiden für ihre Teilnahme und ihr Engagement an dem Mitgliederausflug gedankt.

In die geheimnisvolle Welt des Tempels der altägyptischen Gottheit Isis und der orientalischen Mater Magna führte uns Frau Dr. Witteyer ein, und wir bekamen die Informationen wirklich aus allererster Hand, da sie sowohl die Ausgrabungen geleitet als auch die Gesamtanlage in der Römerpassage geplant hat. Ein Teil der Gruppe konnte sich gar nicht trennen, und die fortgeschrittene Zeit ließ dann keine weiteren Programmpunkte mehr zu. Die Eindrücke waren so reichhaltig, dass jeder für sich sicher war: das ist sicher nicht der letzte und einzige Besuch in Mainz gewesen!

 

Ein herzliches Dankeschön an Frau Berg, die diese Exkursion, wie schon die vielen anderen zuvor, mit großem Engagement vorbereitet hat.

 

Fotos: Ursula Heimes


Original
Frau Dr. Pferdehirt erklärt die Originalbefunde im Museum für antike Schifffahrt.

 


Rekonstruktion
Fördervereinsmitglieder inspizieren eines der rekonstruierten Schiffe.

 


Auf dem Spielplan eine Komödie
Dr. Rupprecht mit den Fördervereinsmitgliedern in der Ausgrabung des Bühnentheaters

 


Theaterfachmann
Dr. Rupprecht erläutert die Ausgrabungen

 


Auge in Auge
Unser Fördervereinsmitglied Andrea Deppisch und Feldherr Drusus