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Exkursion des Fördervereins Saalburg ins römische
Mainz Frau Berg berichtet: Eine bisher einmalige Anmeldeflut für unsere diesjährige Exkursion
nach Mainz am Samstag, dem 4. September, war auf unsere konkrete Einladung
erfolgt. Lag es an der ständig wachsenden Zahl unserer Mitglieder,
an dem zu erwartenden schönen Wetter, an dem attraktiven Ausflugsziel
mit den ganz besonderen Angeboten? Wer weiß? Jedenfalls war es dieses
Mal leider so, dass etliche Mitglieder eine Absage erhalten mussten, da
wir nach dem zeitlichen Eingang der Anmeldungen verfahren haben. So gab
es Enttäuschungen, aber wie soll man es anders machen? Die Teilnehmerzahl
mit 40 war durch die Restaurantreservierung beschränkt, aber auch
das Äußerste, was man für eine Gruppenführung zulassen
kann. Wir hatten das große Glück, dass wir in dem Landesarchäologen von Rheinland-Pfalz, Herrn Dr. Gerd Rupprecht, einen hilfsbereiten Berater und Mitplaner an der Seite hatten, der mit uns die Plätze in Mainz aussuchte, die für uns ganz besonders besichtigenswert waren. Treffpunkt und erstes Ziel der Gruppe war das Museum für antike Schifffahrt, das sehr viel zu bieten hat, so dass auf jeden Fall ein weiterer privater Besuch lohnenswert und anzuraten ist. Die kompetente hausinterne Führung durch Frau Dr. Pferdehirt ging intensiv auf die originalen Schiffwracks ein, die bei Bauarbeiten zu Anfang der 80er Jahre am ehemaligen Rheinufer in Mainz entdeckt worden waren. Die beiden folgenden Sehenswürdigkeiten wurden von Herrn Dr. Rupprecht
vorgestellt. Ganz besonderer Anziehungspunkt war natürlich die Grabung
Zitadellenweg, die noch nicht abgeschlossen ist, aber schon jetzt eindrucksvoll
die Anlage des größten römischen Bühnentheaters nördlich
der Alpen zeigt. Hier hatten einstmals rund zehntausend Besucher Platz,
die sich nicht nur zu Theatervorstellungen versammelten, sondern auch
zu Gedenkfeiern zu Ehren des toten Feldherrn Drusus zusammenkamen. Daher
war das nächste Exkursionsziel der Drususstein, ein Ehrengrabmal
auf der heutigen Zitadelle. Hier hätte man gern mehr Zeit gehabt,
um auch die herrliche Zitadellenanlage anzusehen. Aber diese gehört
natürlich nicht zum alten römischen Mogontiacum. Die Mittagspause im Mainzer "Eisgrubkeller" brachte eine nötige
Verschnaufpause, denn der folgende Exkursionsteil war ereignisreich genug. In die geheimnisvolle Welt des Tempels der altägyptischen Gottheit Isis und der orientalischen Mater Magna führte uns Frau Dr. Witteyer ein, und wir bekamen die Informationen wirklich aus allererster Hand, da sie sowohl die Ausgrabungen geleitet als auch die Gesamtanlage in der Römerpassage geplant hat. Ein Teil der Gruppe konnte sich gar nicht trennen, und die fortgeschrittene Zeit ließ dann keine weiteren Programmpunkte mehr zu. Die Eindrücke waren so reichhaltig, dass jeder für sich sicher war: das ist sicher nicht der letzte und einzige Besuch in Mainz gewesen!
Ein herzliches Dankeschön an Frau Berg, die diese Exkursion, wie schon die vielen anderen zuvor, mit großem Engagement vorbereitet hat.
Fotos: Ursula Heimes
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