RÖMERKASTELL SAALBURG  ARCHÄOLOGISCHER PARK   UNESCO-WELTERBE LIMES 

 

Pressemitteilung

Römerkastell Saalburg, den 22. Juni 2016

Pfeil und Bogen – Historische Bogenschützen in der Saalburg

Thementag am Sonntag, 3. Juli 2016 von 10-17 Uhr im Römerkastell Saalburg

Bogenschützen aus verschiedenen Zeiten bevölkern am Sonntag, dem 3. Juli, von 10 bis 17 Uhr das Kastell und präsentieren ihre Ausrüstungen und ihr Können. Der Jäger der Steinzeit wird ebenso vor Ort sein wie Kriegerinnen der Antike, sarmatische und römische Bogenschützen, mittelalterliche Ritter und die legendären englischen Langbogenschützen. Die Besucher können erleben, wie berittene Bogenschützen vom Pferd aus ihr Ziel anvisieren, welche Durchschlagskraft verschiedene Bogentypen haben und wie schnell und zielgenau geübte Schützen ihre Waffen einsetzen. Wer bei den Vorführungen auf den Geschmack gekommen ist, kann sich auch selbst im Bogenschießen versuchen.

Der Thementag präsentiert mit vielen praktischen Vorführungen die Geschichte von Pfeil und Bogen. Die Technik der steinzeitlichen Jagd mit Pfeil und Bogen zeigt der Archäotechniker Wulf Hein, der seit vielen Jahren Nachbauten anfertigt und in der Praxis erprobt. Die Kultur der Steppenvölker der vorchristlichen Jahrhunderte, in der es auch Frauen als gefürchtete Kriegerinnen gab, zeigt die Gruppe „Amages Drachen“. Natürlich wird auch der römische Bogenschütze „Monimus“ dabei sein, der viel über die Ausrüstung und Kampfesweise der Bogenschützen in der römischen Armee erzählen kann. Von der frühmittelalterliche Kultur und Bogenausrüstung der Alamannen weiß „Jorge, der Wanderer“ zu berichten. Die Ritter von Königstein führen das Bogenschießen des Hochmittelalters vor. Die „Vramschützen“ zeigen die berüchtigten englischen Langbögen der Zeit ab 1400 und veranschaulichen deren enorme Durchschlagskraft. „Mark Miller“ stellt einen Bogenschützen König Edwards IV. aus dem Englischen Bürgerkrieg im späten 15. Jahrhundert dar. Damit spannen wir im wahrsten Sinne des Wortes den Bogen von der Urgeschichte bis in die Neuzeit.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung ist das berittene Bogenschießen, das von der „Independent European Horseback Archery School“ vorgeführt wird. Die beeindruckende Kampfesweise ist von historischen Vorbildern der hunnischen Kriegstaktik inspiriert. Das Reiten ohne Steigbügel, Gebiss und Sattel stellt höchste Anforderungen an Pferd und Reiter, die dabei eine regelrechte Einheit bilden. Pettra Engeländer vollführt diese Kunst in meisterhafter Weise gemeinsam mit ihrem Team.

Wissenschaftliche Ergebnisse präsentiert um 11 Uhr der Archäologe Thomas Lessig-Weller von der Keltenwelt am Glauberg in einem Bildvortrag mit dem Titel „ Die Bogenausrüstung des Keltenfürsten vom Glauberg – eine Spurensuche“. Er geht dabei der Frage nach, welche Bögen die Kelten dieser Epoche benutzten und präsentiert die bedeutsamen Beobachtungen, die Restauratoren bei der Freilegung des latènezeitlichen „Fürstengrabes vom Glauberg“ machten. Die archäologischen Relikte werden vorgestellt und die Zuhörer können am spannenden Rekonstruktionsprozess der „fürstlichen“ Waffe teilhaben.

Der Thementag findet anlässlich der diesjährigen Sonderausstellung mit dem Titel „Von Pfeil und Bogen“ statt. Der spannende Streifzug durch die Geschichte dieser uralten Jagd- und Kriegswaffe wurde in Zusammenarbeit von GPW History Tools & Archery und dem Römerkastell Saalburg konzipiert und ist von Freitag, 1. Juli bis Sonntag, 30. Oktober 2016, zu sehen. Der Ausstellungsmacher und Bogenbauer Jurek Wozny wird an dem Thementag auch anwesend sein und weiht Interessierte in die Geheimnisse des traditionellen Bogenbaus ein.

Das umfangreiche Programm mit Schießvorführungen, Führungen durch die Saalburg, Informationen zum traditionellen Bogenbau, einem archäologischen Vortrag und Bogenschießen zum Mitmachen bietet spannende Angebote für alle Besucher.

Der Eintritt beträgt an diesem Tag sieben Euro für Erwachsene und fünf Euro für Kinder. Die Familienkarte kostet vierzehn Euro. Es gibt keine Ermäßigungen und
Gruppenpreise. Im Eintritt ist die Teilnahme an allen Führungen und Aktionen eingeschlossen.

Archäologischer Park und Museum sind von 9 bis 18 Uhr geöffnet, ebenso der Museumsshop. Das Museumscafé Taberna öffnet von 10 bis 18 Uhr.

Da das Parkplatzangebot auf der Saalburg begrenzt ist, empfiehlt die Saalburg, wenn möglich öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Informationen hierzu siehe www.saalburgmuseum.de unter Info/ So finden Sie uns.

 


Rückfragen bei
Dr. Carsten Amrhein
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