Römerkastell Saalburg
Pressemitteilung

Römerkastell Saalburg, den 7. Juli 2010


Der Limes – fünf Jahre Unesco-Welterbe

Veranstaltungen zum Jubiläum im Römerkastell Saalburg am 18. Juli 2010


Vor fünf Jahren wurde der Obergermanisch-Raetische Limes, die ehemalige Grenze des Römischen Reiches zu den Germanen, in die Unesco-Liste des Welterbes aufgenommen – Anlass für das Römerkastell Saalburg in Bad Homburg, durch ein Jubiläumsprogramm mit Vorträgen und Limeswanderungen an dieses Ereignis zu erinnern. Die Veranstaltung findet am Sonntag, dem 18. Juli 2010, statt. Der eigentliche Jubiläumstag ist der 15. Juli.

Die Saalburgleitung konnte zwei Experten gewinnen, die Wissenswertes zum Thema Limes berichten können:

Um 11 Uhr spricht der Limesbeauftragte für Hessen, Thomas Becker M. A., Wiesbaden, zum Thema „Fünf Jahre Unesco-Welterbe Limes: Was ist erreicht, was bringt die Zukunft?“. Die Besucher erfahren, dass in Hessen in der relativ kurzen Zeit im Zusammenwirken von vielen Partnern eine Reihe von Projekten verwirklicht wurden, von der Aufstellung von 145 Informationstafeln über die Rekonstruktion von Limespalisaden bis hin zur Einrichtung von Limesinformationszentren.

Der zweite Referent, Dr. Peter Henrich, ist der Geschäftsführer der Deutschen Limeskommission, die Ansprechpartner für die Belange des gesamten Obergermanisch-Raetischen Limes ist und auch die internationalen Kontakte hält. Sie hat ihre Geschäftsstelle auf der Saalburg. Henrich spricht um 16 Uhr zum Thema „Zwischen Britannien und Nordafrika – die römischen Reichsgrenzen und ihre Geschichte“. Er stellt dabei die Verteidigungsstrategien vor, die den jeweiligen naturräumlichen Gegebenheiten angepasst sind.

Zwischen den beiden Vorträgen, um 12 und um 14 Uhr, können die Besucher bei einer fachkundig geführten Wanderung den Limes vor Ort besichtigen. Die Strecke in der Nähe der Saalburg gilt als eine der am besten erhaltenen am gesamten Limes. Auch Führungen durch das Kastell werden angeboten, um 11, 13 und 15 Uhr für Erwachsene, um 11 und um 13 Uhr für Kinder (ab Schulalter) und Jugendliche.

Der Besuch der Vorträge, die Limeswanderungen und die Führungen sind kostenlos. Es muss lediglich der übliche Eintritt ins Kastell bezahlt werden (fünf Euro für Erwachsene, drei Euro für Kinder, zehn Euro für Familien).

Archäologischer Park und Museum sind von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, ebenso der Museumsshop. Dieser bietet Literatur zum Thema Limes in großer Auswahl an. Das Museumscafé Taberna öffnet von 10.00 bis 18.00 Uhr.


Kurzinformation zum Obergermanisch-Raetischen Limes

Der Obergermanisch-Raetische Limes stellte vom Ende des 1. Jahrhunderts bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts die Grenze des Römischen Reiches zu den germanischen Stammesgebieten dar. Von Rheinbrohl am Rhein bis Eining an der Donau führte er durch die heutigen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Zirka 120 größere und kleinere Kastelle und rund 900 Wachttürme dienten der Bewachung der 550 km langen Grenzanlage. Sie sollte verhindern, dass unkontrolliert Personen die Grenze passierten und Waren ein- und ausgeführt wurden. Die Überreste der Grenzanlage bilden heute das größte Bodendenkmal Europas


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